Allgemein

Die besten Torjäger der Handball-Bundesliga: die ewige Top 20

Hans Lindberg führt die ewige Torschützenliste der Handball-Bundesliga mit 3.114 Toren an. Hinter ihm folgen Kyung-Shin Yoon und Lars Christiansen. Hier findest du die 20 erfolgreichsten Torschützen der Ligageschichte und lernst die fünf führenden Spieler näher kennen.

Ob Dreher von außen, Würfe aus dem Rückraum oder Nervenstärke am Siebenmeterstrich: Diese Spieler haben über viele Jahre getroffen. Doch wer insgesamt die meisten Tore erzielt hat, besitzt nicht automatisch auch den höchsten Torschnitt. Deshalb findest du neben den Treffern jeweils die Spiele und den Durchschnitt pro Partie.

Stand: 7. November 2026. Grundlage ist die offizielle HBL-Statistik.

Ewige Torschützenliste der Handball-Bundesliga: Platz 1 bis 20

Die Reihenfolge richtet sich nach der Gesamtzahl der Tore. Der Torschnitt ist auf eine Nachkommastelle gerundet.

  1. Hans Lindberg: 3.114 Tore in 500 Spielen – Ø 6,2 Tore pro Spiel.
  2. Kyung-Shin Yoon: 2.905 Tore in 406 Spielen – Ø 7,2 Tore pro Spiel.
  3. Lars Christiansen: 2.874 Tore in 457 Spielen – Ø 6,3 Tore pro Spiel.
  4. Jochen Fraatz: 2.574 Tore in 429 Spielen – Ø 6,0 Tore pro Spiel.
  5. Marcel Schiller: 2.545 Tore in 461 Spielen – Ø 5,5 Tore pro Spiel.
  6. Robert Weber: 2.510 Tore in 450 Spielen – Ø 5,6 Tore pro Spiel.
  7. Uwe Gensheimer: 2.438 Tore in 435 Spielen – Ø 5,6 Tore pro Spiel.
  8. Holger Glandorf: 2.428 Tore in 543 Spielen – Ø 4,5 Tore pro Spiel.
  9. Kai Häfner: 2.248 Tore in 575 Spielen – Ø 3,9 Tore pro Spiel.
  10. Martin Schwalb: 2.232 Tore in 422 Spielen – Ø 5,3 Tore pro Spiel.
  11. Christian Schwarzer: 2.159 Tore in 588 Spielen – Ø 3,7 Tore pro Spiel.
  12. Guðjón Valur Sigurðsson: 2.110 Tore in 462 Spielen – Ø 4,6 Tore pro Spiel.
  13. Volker Zerbe: 1.953 Tore in 593 Spielen – Ø 3,3 Tore pro Spiel.
  14. Daniel Stephan: 1.940 Tore in 405 Spielen – Ø 4,8 Tore pro Spiel.
  15. Andreas Dörhöfer: 1.903 Tore in 411 Spielen – Ø 4,6 Tore pro Spiel.
  16. Stephan Just: 1.862 Tore in 449 Spielen – Ø 4,1 Tore pro Spiel.
  17. Florian Kehrmann: 1.852 Tore in 464 Spielen – Ø 4,0 Tore pro Spiel.
  18. Michael Kraus: 1.813 Tore in 484 Spielen – Ø 3,7 Tore pro Spiel.
  19. Bernd Roos: 1.806 Tore in 387 Spielen – Ø 4,7 Tore pro Spiel.
  20. Jan Filip: 1.790 Tore in 296 Spielen – Ø 6,0 Tore pro Spiel.

Die fünf besten HBL-Torjäger im Porträt

Hinter den beeindruckenden Torzahlen stehen fünf Spieler, die die Handball-Bundesliga über viele Jahre geprägt haben. In den folgenden Porträts erfährst du, für welche Vereine sie getroffen haben und was ihre Karrieren besonders macht.

1. Hans Lindberg: der Rekordtorschütze

Hans Lindberg ist der erfolgreichste Torjäger der Handball-Bundesliga. Der dänische Rechtsaußen erzielte für den HSV Hamburg und die Füchse Berlin insgesamt 3.114 Tore in 500 Spielen.

Besonders vom Siebenmeterstrich war er eine feste Größe: 1.499 seiner Treffer gelangen ihm per Strafwurf. Mit dem HSV Hamburg gewann er 2011 die deutsche Meisterschaft und 2013 die Champions League.

In Berlin kamen weitere internationale Titel hinzu. Am 20. Mai 2023 löste er Kyung-Shin Yoon an der Spitze der ewigen Rangliste ab.

Wenn du seine Karriere betrachtest, beeindruckt vor allem die Konstanz: In 17 Bundesligaspielzeiten blieb Lindberg für seine Mannschaften ein verlässlicher Torlieferant.

2. Kyung-Shin Yoon: der Rückraumspieler mit dem höchsten Schnitt der Top 20

Kyung-Shin Yoon brauchte für seine 2.905 Bundesligatore nur 406 Spiele. Mit durchschnittlich 7,2 Treffern pro Partie besitzt der Südkoreaner den höchsten Torschnitt dieser Top 20.

Von 1996 bis 2006 spielte er beim VfL Gummersbach, anschließend bis 2008 beim HSV Hamburg. Anders als die vier Außen unter den ersten fünf war Yoon im rechten Rückraum zu Hause. Seine Torbilanz zeigt dir, wie gefährlich er aus dem Spiel heraus war: Nur 642 seiner Treffer waren Siebenmeter.

Als mehrfacher Torschützenkönig führte Yoon die ewige Rangliste viele Jahre an, bevor Hans Lindberg ihn 2023 überholte.

3. Lars Christiansen: Flensburgs treffsichere Konstante

Lars Christiansen steht für eine außergewöhnliche Verbindung zwischen Torjäger und Verein. Alle seine 2.874 Bundesligatore erzielte der dänische Linksaußen für die SG Flensburg-Handewitt, bei der er von 1996 bis 2010 spielte. Dafür benötigte er 457 Partien, was einem Schnitt von 6,3 Treffern entspricht.

Mit der SG feierte er 2004 die erste deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Auch vom Siebenmeterpunkt übernahm Christiansen Verantwortung: 1.223 seiner Ligatore fielen per Strafwurf.

Wenn du dich mit Flensburgs Entwicklung zur deutschen Spitzenmannschaft beschäftigst, begegnet dir sein Name deshalb unweigerlich. Seine lange Zeit im Verein und seine Treffsicherheit machen ihn zu einer prägenden Figur der SG-Geschichte.

4. Jochen Fraatz: der Mann mit dem Dreher

Jochen Fraatz gehört zu den großen deutschen Außen der Handballgeschichte. Der als Scholle bekannte Linksaußen prägte vor allem die erfolgreiche Zeit des TUSEM Essen, mit dem er drei deutsche Meisterschaften gewann.

Später spielte er für die HSG Nordhorn und half beim TBV Lemgo aus. Die aktuelle HBL-Statistik führt ihn mit 2.574 Toren aus 429 Spielen. Berühmt wurde Fraatz besonders durch seine Dreher, mit denen er Torhüter auch aus schwierigen Winkeln überlistete.

Wenn du spektakuläre Abschlüsse von außen magst, lohnt sich ein Blick auf seine Karriere. Mit der deutschen Nationalmannschaft gewann er außerdem 1984 die olympische Silbermedaille in Los Angeles.

5. Marcel Schiller: der aktive Verfolger

Marcel Schiller ist der einzige Spieler unter den ersten fünf, der am Stichtag noch in der Handball-Bundesliga aktiv ist. Der deutsche Linksaußen steht bei 2.545 Toren aus 461 Spielen und kann seine Bilanz weiter verbessern.

Nach seiner ersten Bundesligasaison mit dem TV Neuhausen/Erms wechselte er 2013 zu FRISCH AUF! Göppingen. Dort gewann er 2016 und 2017 den EHF-Pokal.

Besonders auffällig ist seine Stärke am Siebenmeterstrich: 1.254 Strafwurftore stehen in der Statistik. Damit liegt er in dieser Disziplin vor Lars Christiansen. Für dich bleibt Schiller ein spannender Name in der Rangliste, denn Jochen Fraatz liegt nur 29 Treffer vor ihm.

Was dir die Torzahlen außerdem verraten

Die ewige Rangliste zeigt dir, wer in der Bundesliga besonders häufig getroffen hat. Für die Einordnung lohnt sich aber ein zweiter Blick:

1. Gesamtzahl und Torschnitt beantworten unterschiedliche Fragen

Lindberg führt nach Toren, Yoon mit 7,2 Treffern pro Partie beim Durchschnitt innerhalb dieser Top 20. Die Gesamtzahl hängt auch davon ab, wie lange jemand in der Bundesliga gespielt hat.

2. Siebenmeter haben großen Einfluss

Lindbergs 3.114 Tore enthalten 1.499 Strafwurftreffer. Bei Holger Glandorf sind es dagegen nur 23 von 2.428. Aus den HBL-Zahlen ergeben sich für Glandorf damit 2.405 Tore ohne Siebenmeter.

3. Marcel Schiller kann weiter nach oben klettern

Zum Gleichstand mit Jochen Fraatz fehlen ihm am Stichtag 29 Tore. Mit 30 weiteren Treffern würde er vorbeiziehen, sofern die historischen Werte unverändert bleiben.

Vier der fünf führenden Torjäger spielten beziehungsweise spielen auf einer Außenposition. Welche Aufgaben Außen, Rückraum und Kreis übernehmen, erfährst du in unserem Beitrag über die Positionen beim Handball.

Fazit: Die Rekordjagd geht weiter

Die ewige Torschützenliste bleibt in Bewegung. Mathias Gidsel könnte mit seiner außergewöhnlichen Trefferquote langfristig ganz oben angreifen, müsste dafür aber noch viele Jahre in der Bundesliga auf höchstem Niveau treffen.

Marcel Schiller ist näher am nächsten Meilenstein: 30 weitere Tore würden ihn auf Platz vier bringen, für Rang drei wären 330 zusätzliche Treffer nötig.

Bei der jüngeren deutschen Generation solltest du besonders Marko Grgić und Renars Uscins im Blick behalten. Grgić hat mit 301 Toren in der Saison 2024/25 bereits gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Ob daraus historische Rekorde werden, entscheiden auch Gesundheit, Einsatzzeiten und die Länge ihrer Bundesligakarrieren.


Häufige Fragen zur ewigen HBL-Torschützenliste

Wer hat die meisten Tore in der Handball-Bundesliga erzielt?

Hans Lindberg ist mit 3.114 Toren in 500 Spielen der Rekordtorschütze. Platz zwei belegt Kyung-Shin Yoon mit 2.905 Treffern, gefolgt von Lars Christiansen mit 2.874 Toren. Stand: 7. November 2026.

Zählen Siebenmeter zur ewigen Torschützenliste?

Ja. Verwandelte Siebenmeter sind in der Gesamtzahl enthalten. Die zusätzliche Siebenmeterspalte der HBL zeigt dir, wie viele Tore eines Spielers vom Strafwurfpunkt stammen.

Zählen auch Tore im DHB-Pokal und in der Champions League?

Nein. Diese Rangliste erfasst ausschließlich die Tore aus der regulären Saison der 1. Bundesliga. Treffer in Pokalwettbewerben, im Europapokal, in der Nationalmannschaft oder in der 2. Bundesliga gehören nicht dazu.

hndbllr

Recent Posts

14 Gründe, warum du mit Handball anfangen solltest

Zuletzt aktualisiert am 7. November 2026 Du möchtest mit Handball anfangen und suchst einen Sport,…

2 Jahren ago

Der DHB-Kader für Ägypten – alte Hasen und No Names

Die Handball-WM 2021 in Ägypten verspricht Spannung bis zum letzten Wurf. Das deutsche Team reist…

6 Jahren ago

Alfred Gislason im Portrait: Das ist der neue DHB-Nationaltrainer

Alfred Gislason erreichte in seiner Karriere als Handball-Vereinstrainer alles, was man erreichen kann. Auf Nationalmannschafts-Ebene…

7 Jahren ago

Handballaufstellung: Die Positionen und ihre Aufgaben

Zuletzt aktualisiert am 7. November 2026 Welche Positionen gibt es beim Handball und wer übernimmt…

7 Jahren ago

Handball-Harz: Das solltest du über die „Patte“ wissen

Zuletzt aktualisiert am 7. November 2026 Handball-Harz sorgt für mehr Grip und hilft dir dabei,…

7 Jahren ago

Handballtrainer werden: Lizenzen, Ausbildung und Kosten

Zuletzt aktualisiert am 7. November 2026 Du möchtest Handballtrainer werden und eine Mannschaft auf ihrem…

7 Jahren ago

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.