Handballregeln

Die wichtigsten Handballregeln auf einen Blick

Handball begeistert durch seinen schnellen und beeindruckenden Spielablauf. Besonders für Einsteiger ist es dabei aber nicht einmal so leicht, immer den Überblick zu behalten. Im Folgenden erklären wir dir deshalb die wichtigsten Handballregeln, damit du diesen tollen Sport selbst spielen oder als Zuschauer in vollen Zügen genießen kannst.

Die grundsätzlichen Handballregeln

Beim Handball treten zwei Mannschaften gegeneinander an und versuchen, den Spielball mit der Hand in das gegnerische Tor zu befördern. Klingt eigentlich ziemlich einfach, oder?

Ein Spiel dauert dabei 60 Minuten, die sich in zwei Halbzeiten aufteilen. Pro Halbzeit dürfen die Trainer bis zu zwei Auszeiten nehmen, insgesamt aber maximal drei. Jedes Tor wird als ein Punkt gewertet.

Die Spieler müssen allerdings auf zahlreiche Regeln achten. Im Falle eines Verstoßes gibt es Ein-, Frei- oder 7-Meter-Würfe für die andere Mannschaft und Zeitstrafen für das eigene Team. Welche Regeln das genau sind, erfährst du in den kommenden Abschnitten.

Die Spieleranzahl und Auswechslungen

Beim Handball spielen sieben gegen sieben, also sechs Feldspieler und ein Torwart pro Team, gegeneinander. Der gesamte Kader eines Handballteams besteht aus maximal 14 Spielern.

Die Auswechselspieler dürfen während des Spielbetriebs fliegend eingewechselt werden. Allerdings muss der Wechsel im Bereich der Auswechsellinie erfolgen und wird streng seitens der Schiedsrichter überwacht. Bei einem Wechselfehler drohen dem betroffenen Team eine Hinausstellung des betroffenen Spielers sowie ein Freiwurf durch den Gegner.

Die Spieler besetzen zudem feste Positionen. So gibt es drei Rückraumspieler (Rückraum links, Rückraum rechts und Rückraum Mitte), die den Spielaufbau übernehmen und häufig sehr gute Werfer sind.

Zentral in Nähe des Torraums befindet sich wiederum der Kreisspieler, der Lücken aufreißt, Blocks stellt und als Anspielstation in Tornähe fungiert. Abgeschlossen wird die Aufstellung im Angriff durch die beiden Außenspieler, die das Spiel breit machen, von außen Angriffe abschließen oder als Anspielstation dienen.

Die Handballregeln halten im Bereich der Spieleranzahl aber noch eine weitere Überraschungen bereit, die Teams gezielt taktisch nutzen können. So ist es nicht vorgeschrieben, dass sich dauerhaft ein Torwart im eigenen Torraum befinden muss. Ein Team kann deshalb während eines eigenen Angriffs den eigenen Torwart gegen einen Feldspieler auswechseln, um dann mit 7 Spielern in der Überzahl angreifen zu können.

Eine solche Entscheidung ist ebenso interessant wie riskant. Schließlich führt ein möglicher Ballverlust mit anschließendem Gegenstoß auf das leere Tor durch den Gegner fast immer zum Tor.

Das Handballspielfeld

Das Handballfeld ist ein Rechteck von 20 Metern Breite und 40 Metern Länge. Es wird durch die Mittellinie geteilt. Auffällig sind beim Handball die beiden Torräume, welche durch die Torraumlinie markiert werden.

Hinter dem Tor kann der Ball über die Torauslinie in das Aus gelangen, an den Seiten über die Seitenlinie. Daneben gibt es noch die Freiwurflinie. Bei ihr handelt es sich um die gestrichelte Linie vor der Torraumlinie.

Der Torraum verläuft in einem Radius von sechs Metern rund um das eigene Tor und darf nur durch den eigenen Torwart betreten werden. Sowohl die Abwehr- als auch Angreifer müssen sich jederzeit außerhalb des Torraums befinden.

Hier gibt es jedoch eine wichtige Ausnahme. So dürfen Angreifer nach Abwurf des Balls im Kreis landen. Dank dieser Handballregel kommt es zu all den spektakulären Torraumszenen, was Handball so spannend macht.

Die Seiten- und Torauslinie begrenzen das Spielfeld. Sobald der Ball den Boden oder ein Objekt im Aus berührt, erhält die gegnerische Mannschaft einen Einwurf beziehungsweise Torabwurf.

Beim Einwurf wird diese Regel ähnlich wie beim Fußball umgesetzt. So erfolgt der Einwurf an der Stelle, wo der Ball ins Aus ging und der Spieler muss einen Fuß auf die Seitenauslinie setzen.

Bei der Torauslinie ist die Sache nicht ganz so einfach. Falls die Angreifer den Ball direkt ins Toraus werfen, gibt es einen Abwurf durch den Torwart. Falls der Verteidiger davor noch am Ball war, gibt es einen Einwurf für die Angreifer.

Falls jedoch der Torwart noch am Ball war, bevor der Ball die Torauslinie überquert hat, gibt es keinen Einwurf für die Angreifer, wie du nun wahrscheinlich erwarten würdest. Stattdessen erhält der Torwart einen Abwurf. Der Torwart muss sich beim Abwehren also keine Sorgen machen, ob er den Ball neben das eigene Toraus lenkt oder sicher hält.

Der Ball beim Handball

Die Größe und Schwere des Handballs hängt von den spielenden Mannschaften ab. Ein Handball für Herrenmannschaften ist aber in etwa so schwer wie ein Fußball und hat die Ballgröße 3, was einem Umfang von etwa 60 Zentimetern entspricht.

Eine strittige Frage ist der Einsatz von Harz. Seitens der Handballregeln ist es nicht grundsätzlich verboten, einen Ball zu „harzen“, so dass dieser viel griffiger wird. Allerdings verbieten immer mehr Hallen das Harz, weil dadurch die Hallenböden kaputt gehen.

Fehler und Fouls im Handball

Wie zu erwarten, müssen die Spieler sowohl im Angriff als auch der Abwehr einiges beachten.

Ein Spieler darf den Ball maximal drei Sekunden stehend halten. In der Bewegung muss der Ball geprellt werden, wobei der Ball nicht „geschaufelt“ werden darf, die Handinnenfläche also nie unterhalb des Balls wandern darf.

Jeder Spieler hat jedoch die Möglichkeit, maximal drei Schritte mit dem Ball in der Hand zu machen. Ein sogenanntes Doppeldribbling ist natürlich verboten. Dies wäre der Fall, sobald du drei Schritte mit dem Ball gehst und ihn dann festhältst, kurze Zeit wartest, um dann weitere drei Schritte zu gehen.

Berührt werden darf der Ball wiederum mit allen Körperteilen mit Ausnahme des Fußes. Verstößt ein Spieler gegen die genannten Regeln, erhält der Gegner einen Freiwurf.

Beim Verhalten zum Gegenspieler müssen sich Handballer ebenso an zahlreiche Regeln halten. Ein Abwehrspieler darf dem Gegner den Ball mit offener Hand wegspielen, solange der Ball nicht aus den Händen geschlagen wird.

Verboten sind hingegen Griffe, Stöße oder ein Klammern. In diesen Fällen erhält der Gegner einen Freiwurf an der Stelle des Vergehens oder einen 7-Meter-Wurf.

Letzteres ist der Fall, sobald der Angreifer während eines eindeutigen Torabschlusses gehindert wurde. Ein 7-Meter wird, wie der Name verrät, in 7 Meter Entfernung zum Tor ausgeführt und die Abwehr darf nicht eingreifen.

Das waren die wichtigsten Handballregeln. Welche Regeln haben dich am meisten überrascht? Und gibt es Regeln, die du ändern würdest, um das Spiel noch attraktiver zu machen? Hinterlasse deinen Kommentar und viel Spaß beim nächsten Handballspiel.

Bildquelle: shivelycreative | Unsplash

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